demo mode society

aspn leipzig

Rufina Bazlova, Sebastian Jung, Lea Petermann, Andrzej Steinbach, Fabian Bechtle / Leon Kahane



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“Auf die Straße zu gehen war schon immer ein Mittel der politischen Willensäußerung. In Demokratien ist diese Freiheit der Meinungsäußerung in hohes Gut, in anderen Regierungssystemen werden Demonstrationen nicht zugelassen oder sogar gewaltsam verhindert.
Gesellschaft besteht immer aus vielen Beteiligten. Verschiedene soziologische Modelle beschreiben, dass Gesellschaft mit drei beginnt. Simpel gesprochen: Du, ich, und jemand, der uns dabei betrachtet, der Augenzeuge der Existenz des anderen ist. Du, ich und jemand haben dabei jeweils alle Rollen inne: Ich bin ich, ich bin Du und ich bin jemand für Euch anderen.
Auf die Straße zu gehen war auch immer schon ein Mittel dafür, gesehen zu werden und somit verbriefter Teil des politischen Geschehens zu sein. Jetzt gerade beherrscht eine Pandemie die Welt, und die Möglichkeiten, auf der Straße zu demonstrieren, sind eingeschränkt. Und so ist zugleich die Erfahrung eingeschränkt, sich als Demo-Teilnehmer*innen als Gleichgesinnte zu erfahren, Solidarität und Bestätigung zu erleben.

Waren Sie schon einmal auf einer Demonstration? Und wenn ja: welches war Ihre erste und welches Ihre letzte? Wofür würden Sie nächsten Sonntag auf die Straße gehen, und was stünde auf Ihrem Banner? „Demo Mode Society“ zeigt 5 künstlerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise das Phänomen der Demonstration thematisieren: Die Straße als Display, Gesellschaft als physische Erfahrung und eine Demo als plurale Körpersprache werden untersucht. Ein toter Diktator, eine lächelnde Journalistin und fliegende Steine sind Teil der Szenerie.” (Arne Linde)

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