freiham/neuaubing

Fabian Bechtle und Leon Kahane, Freiham/Neuaubing, 2021, 4K, 12′

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Der Film entstand im Rahmen von „Departure Neuaubing“. Das Projekt des NS-Dokumentationszentrums München begleitet die Entstehung eines neuen Erinnerungsorts im Münchner Stadtteil Neuaubing. In der heutigen Ehrenbürgstraße 9, befinden sich acht Baracken eines ehemaligen Zwangsarbeiter*innenlagers, das 1942 von der Reichsbahn errichtet wurde.

Der Film betrachtet die Gleichzeitigkeit der Stadtentwicklung Freihams und das Sichtbarwerden des historischen Geländes des RAW-Lagers. In den Nachkriegsjahren geriet der historische Zusammenhang des Areals mehr und mehr in Vergessenheit. 
Landesweite gesellschaftliche Debatten um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der NS-Zwangsarbeit als auch die Planungen für das 350 Hektar große Neubaugebiet Freiham ab den 2000er Jahren trugen dazu bei, dass auch die Geschichte des RAW-Lagers wieder sichtbarer wurde. Der Planungsbereich Freihams umfasste zunächst auch das historische Gelände des ehemaligen Lagers. So gab es Pläne, dort einen großen Supermarkt und ein Möbelhaus zu bauen. Dies veranlasste die Nutzer*innen, die seit den 1970er Jahren die Baracken als Ateliers und Werkstätten verwendeten, und später auch die Stadt München dazu, historische Recherchen zu veranlassen. Heute steht das Gelände unter Denkmalschutz. In Freiham existieren bereits erste Wohnungen und Bildungseinrichtungen. Aus der Perspektive des Stadtteilmanagers Daniel Genée erkundet der Film diese Wechselwirkungen.

CREDITS

FREIHAM / NEUAUBUNG
Fabian Bechtle und Leon Kahane
Forum demokratische Kultur und zeitgenössische Kunst
Stadteilmanager: Daniel Genée (MGS)
Sprecherin: Zelda Biller, Nicholas Potter
Produktionsassistenz: Shlomo Pozner
Beratung: Juliane Bischoff, Paul-Moritz Rabe
Übersetzung: Melanie Newton, Nicholas Potter
Postproduktion Bild: Konstantin Sichart
Drone Operator: Joel Heyd
Support Kartenmaterial: Andre Fuchs

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